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Der Drahthaar Foxterrier ist ein eleganter und farbenprächtiger Hund, wenn er seiner Rasse entsprechend regelmäßig getrimmt wird. In vielen Hundsalons greift der Groomer leider allzu schnell zur Schermaschine, welches den Ruf aller Hundesalons schadet. Einige Foxterrier-Züchter raten den Welpenkäufern ab, einen Hundesalon aufzusuchen, da das Vertrauen des Züchters oft genug enttäuscht wurde. Nirgendwo rächt sich das Benutzen der Schermaschine so offensichtlich, wie bei den Foxis und übrig bleibt ein in den Farben verblasster Hund. Das muß nicht sein!
Das Trimmen des Drahthaar Foxterriers bedeutet, dass dabei das gesamte tote, reife Haar ausgezupft wird und nur die Unterwolle erhalten bleibt. Das tote Haar ist in den schwarzen und braunen Flecken am Ansatz nicht nur deutlich dünner und weicher, sondern es fehlen ihm auch die Farbpigmente.

Wird
der Foxterrier einfach nur geschoren (weil das ja schneller geht und für den
Bearbeiter einfacher ist), verliert sich die farbenintensive Leuchtkraft
und das nachwachsende Haarkleid wird immer weicher und lockiger. Die
alten in der Haut verbleibenden Haarwurzeln verhindern, dass die neuen gesunden,
leuchtenden und drahtigen Haare nachwachsen können. Das tote Haar verursacht
auch Juckreiz, aber durch das Trimmen kann dieser weitgehend verhindert werden.
Der
Drahthaar Foxterrier muss mindestens zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst)
getrimmt werden, dann ist sein Fell aber schon sehr lang. Um dem
Foxterrierbesitzer die tägliche Pflege zu erleichtern ist daher ein „rollig
coat“ zu empfehlen, das heißt, ein Übertrimmen alle 8 - 10 Wochen. Damit
sieht der Hund immer gut gepflegt aus.
Wenn
der Foxterrier an Ausstellungen teilnehmen soll, darf er die Schermaschine überhaupt
nicht kennenlernen. Das Zurechtmachen muss dann mindestens 4 Wochen vor der
Ausstellung beginnen, da nach Standard eine Haarlänge am Körper von ca. 2,5
bis 4 cm gefordert wird. Auf Grund des sehr großen Zeitaufwandes verteilt der
Groomer das Trimming auf mehrere Tage.
Für
den Liebhaberhund müssen wir hier Abstriche eingestehen. Zeit- und
Kostenaufwand im Salon wären zu hoch. Trotzdem kann aber auch der Liebhaberhund
gut getrimmt den Salon verlassen. Für die Pflege benötige ich hier ca. zwei
Stunden (ohne Baden).
Voraussetzung
für das Trimmen ist ein reifes Haarkleid! Der Welpe wird vom guten Züchter
schon etwas getrimmt abgegeben. Kopf, Rutenunterseite und Pfoten hat er schon
ein wenig bearbeitet.

Zuerst
bürste ich das gesammte Haar des Foxterriers mit einer Zupfbürste gut durch,
damit keine Verklettungen das Trimmen stören. Danach pudere ich den Hund gründlich
mit Kreidepuder ein. Dadurch wird das Haar schön griffig und der Trimmvorgang
erleichtert.
Rücken
und Hals
Ich beginne das dichte Haarkleid vom Nacken bis zur Rute und an den Seiten bis in die Läufe mit dem Coat King (6 Zähne), auszudünnen.

Das erleichtert das Trimmen um Einiges. Danach greife ich mit einem groben Trimmmesser zuerst die Deckhaare auf der Kruppe und trimme so den Rücken Stück für Stück bis in den Nacken. Ich finde dieses Vorgehen am günstigsten, da die reifen Haare so immer über die schon abgetrimmte Partie fallen und es sich auf diese Weise am besten greifen lässt.

Wenn der Foxterrier ein gutes Trimmfell hat, kann ich jetzt auch gleich die Halspartie und Vorbrust trimmen. Die Frontansicht muss gerade sein und einen harmonischen Übergang zu den Vorderläufen bilden. Sollte das Haar hier zu weich sein oder zu fest sitzen, schere ich es für den Liebhaberhund mit einem 3 bis 5 mm Scherkopf.

Für
einen Ausstellungshund muss ich hier allerdings viel Geduld und Zeit aufbringen
und alles trimmen, um die gewünschte Haarstruktur zu erhalten. Auch ein weiches
Haar kann so mit der Zeit gefestigt werden. Weiterhin trimme ich dann die Rute
(die Unterseite und die Analregion können mit 3 - 5 mm geschoren werden) und
schaffe einen harmonischen Übergang zu den Läufen.
Unterbauch
und Unterbrust
Den
Unterbauch schere ich mit einem 3 mm Scherkopf bei Rüden und Hündinnen vom
Rippenbogen bis hin zu den Hoden bzw. der Schnalle sauber aus. An der Unterbrust
zupfe oder schneide ich das Haar so, dass der Brustkorb gut betont erscheint.
Läufe
An
den Hinterläufen dürfen beim Trimmen keine Pluderhosen stehen bleiben. Die Rückseite
der Afterpartie bis hinunter zu den Sprunggelenken trimme ich vorsichtig. Weil
die meisten Hunde sind hier jedoch sehr empfindlich sind, schneide ich an dieser
Stelle oft mit der Effilierschere die Haare sehr kurz, um die Winkelungen zu
betonen. Die Hoden darf man sehen und die Innenseiten der Hinterläufe müssen
kurz und glatt sein.
Die
Vorderläufe sollen eine säulenartige Form erhalten. Dazu werden nur die überstehenden
Haare mit den Fingern oder dem Trimmmesser herausgezupft und nach Bedarf mit der
Schere in Form gebracht.
Die
vier Pfoten werden rund geschnitten; dabei dürfen die Krallen sichtbar sein.
Zwischen den Ballen bilden sich oft kleine Filzklumpen. Hier schneide ich das
Haar sorgfältig mit einer kleinen gebogenen abgerundeten Schere heraus, damit
sich der Hund wieder wohlfühlt und ohne Beschwerden laufen kann.
Kopf
Das Trimmen des Kopfes beim Ausstellungshund ist der schwierigste Teil und erfordert sehr viel Zeit. Hier kommt es auf die richtigen Proportionen an. Der Kopf soll rechteckig und elegant gestreckt wirken. Ich verwende ein sehr feines Trimmmesser mit ganz kurzen kleinen Zähnen oder zupfe mit der Hand und dem Gummidäumling. Dabei beginne ich am Oberkopf.

Das Haar für die Augenbrauen bleibt von den äußeren Augenwinkeln in einer Linie stehen und an den Seiten trimme ich bis hin zu den Lefzenwinkeln. Viele Foxterrier sind an den Wangen sehr empfindlich und den Liebhaberhund schere ich darum an dieser Stelle nach dem Übertrimmen mit dem 3 mm Scherkopf.

Die Haare an und in den Ohren lassen sich am besten mit den Fingern zupfen.

Die
Ränder schneide ich vorsichtig mit einer geraden Schere kurz herum. Dabei halte
ich den Ohrrand zwischen Daumen und Zeigefinger. Am Innenohr achte ich auf die
X-Tasche. Hier kann es schnell zu Verletzungen führen. In den Fällen, wo das
Haar sehr fest sitzt und der Hund nicht zur Ausstellung gehen soll, können die
Ohren auch mit einem 2 mm und der Oberkopf mit 5 mm Scherkopf geschoren werden.
Dieses sollte aber möglichst vermieden werden, wenn der Hund am Kopf
Farbflecken aufweist, denn die Farbe leidet schnell darunter und verblasst.
Im nächsten Schritt teile ich die Augenbrauen und zupfe eine schmale, aber nicht zu kurze Bahn in der Mitte.

Das Ziel ist hier eine gerade Linie bis hin zum Nasenspiegel. Die Augenbrauen sollen nicht zu buschig sein, Hier wird Haar für Haar mit den Fingern gezupft, bis kleine Dreiecke stehen bleiben. Den Liebhaberhund bearbeite ich mit der Effilierschere.

Der Bart wird mit dem Trimmmesser und der Schere ausgedünnt und soll schräg nach vorn verlaufen und nicht zu üppig wirken.

Baden
Der Foxterrier darf nicht zu oft gebadet werden, denn dadurch wird das Haar zu weich. Durch gründliches Bürsten und Einpudern mit Trockenshampoo kann das Haarkleid lange sauber gehalten werden.
Und hier der fertig getrimmte Hund:
