Groom Expo 2009 17.09. bis 20.09.2009
Weltmeisterschaft der Hundefriseure in den USA
1. Platz in der Sporting Class
Eine unvergessliche und erfolgreiche Reise nach Amerika liegt nun schon wieder hinter mir.
Im Frühjahr fragte mich meine Freundin und Groomerkollegin Marlen Heise aus Wittingen, ob wir zusammen im September in die Staaten zu einer Hundeschermeisterschaft fliegen wollen. Nach kurzer Überlegung fand ich die Idee sehr verlockend. Also buchten wir einen Flug. Frau Karin Kretschmer (eine bekannte Groomerin aus Deutschland und Richterin auf internationalen Schermeisterschaften) übernahm für uns die Anmeldung zur Groom Expo und auch die Hotelreservierung. Dafür möchte ich mich hiermit noch einmal ganz herzlich bedanken. Von Karin erfuhren wir auch, dass außer uns noch drei weitere Groomerinen aus Deutschland teilnehmen werden und wir so mit einem Team von fünf Teilnehmerinnen Deutschland vertreten konnten.
Marlen und ich flogen schon am Samstag, dem 12.09.2009 los. Für uns beide war es die erste Reise nach Amerika. Die Meisterschaft fand diesmal in Hershey Pennsylvania statt. Der lange Flug verlief reibungslos und es begann eine spannende und aufregende Zeit. In den Tagen vor der Groom Expo besuchten wir mit unserem Leihwagen verschiedene Orte und lernten so Land und Leute etwas kennen.
Am Mittwoch wollten wir Karin Kretschmer und ihren Mann Udo kontaktieren, denn sie wollen an diesem Tag ankommen, konnten sie aber nicht erreichen. Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen verging die folgende Nacht, rückte doch die Veranstaltung immer näher. Am Donnerstag standen wir früh auf, um uns gleich wieder zu erkundigen und hielten auch Ausschau nach den anderen deutschen Groomerinen. In der Lobby hörten ich plötzlich deutsche Stimmen – da waren sie - Nicole Baltes, Claudia Althoff und Gudrun Waldor. Die Drei hatten auch noch nichts von Karin gehört und so versuchten wir gemeinsam, uns bei der Groom Expo registrieren zu lassen. Das war gar nicht so einfach und wir waren froh, dass Nicole sich schon auskannte, da sie bei der letzten Veranstaltung im Frühjahr schon einmal sehr erfolgreich teilgenommen hatte. Wir erhielten unsere Unterlagen und Marlen musste leider feststellen, dass sie nicht angemeldet war und sie fühlte sich dementsprechend schlecht. Da auch Karin immer noch nicht angekommen war, wussten wir nicht so recht, was wir nun tun sollten. Der Tag hatte ja erst begonnen und Marlen und ich mussten noch unseren Leihwagen nach Harrisburg (die Stadt in der unser Flug landete) zurück bringen. Also fuhren wir alle gemeinsam dort hin, um uns etwas abzulenken. Bei einem schönen Einkaufsbummel in einem Einkaufcenter beeindruckte mich besonders ein Jagdladen, wo es vom ausgestopften Wolf, Bären usw. bis zum kleinsten Jagdsouvenir alles zu kaufen gab. Danach kehrten wir voller Hoffnung in unsere riesige Hotelanlage zurück – immer noch keine Nachricht von Familie Kretschmer...
Die Veranstaltungsleitung bemerkte nun auch unsere missliche Lage, schließlich wollten wir nun unsere Leihhunde kennen lernen und auch Marlen wollte endlich wissen, ob sie noch teilnehmen durfte. Dank Nicoles Wissen und Claudias super Englischkenntnissen wurde nun zum Glück alles geregelt. Wir bekamen unsere Hunde zugeteilt – für den ersten Wettkampfvormittag erhielten wir alle Mittel Schnauzer (Pfeffer/salz) und waren zufrieden.
Die Hunde mussten nun in aller Früh (nachts um 4.00 Uhr!) für den Wettkampf vorbereitet (gebadet und geföhnt) werden. Mein Schnauzer war vom Standard her nicht so ideal, er hatte etwas krauses, weiches Haar, welches durch die Haarwäsche nicht gerade besser wurde. Aber egal, für mich zählte in erster Linie das Dabei sein und die ganze Aufregung war wie weggeblasen, als der Wettkampf begann und ich meine Arbeit tun konnte. Kurz vor Beginn waren endlich auch Karin und ihr Mann angekommen. Sie hatten eine Autopanne und schon ein eigenes Abenteuer hinter sich. Beide freuten sich, dass es mit der Anmeldung auch ohne sie geklappt hatte.
Die Teilnehmer waren in verschiedene Level eingeteilt. Wir starteten alle in Level 1, außer Nicole, sie war ja durch ihre vorherigen Siege in den USA und auch in anderen Ländern schon qualifiziert und startete deshalb in Level 3.
Ein großes Richterteam beurteilte nach zwei Stunden unsere Arbeit. Karin hielt sich hierbei zurück, damit es keine Bevorzugung gab. Nicole konnte in ihrem Level 3 und Claudia im Level 1 den 1. Platz erreichen und das bei einer sehr starken Konkurrenz. Super, wir waren alle sehr stolz und freuten uns über den großen Erfolg!!!
Der Vormittag war so schnell vergangen und ich konzentrierte mich nun auf den Nachmittag, wo ich mit einem Cocker Spaniel in den Wettkampf starten wollte. Kurz vor meinem Start mit dem Schnauzer erfuhr ich erst, dass ich statt dessen einen American Cocker Spaniel bekomme – das war für mich aber auch völlig in Ordnung und ich freute mich auf diesen Hund. Leider konnte ich den Cocker nicht selbst vorbereiten (baden/föhnen und etwas kennen lernen, da ich ja mit dem Schnauzer bei der Arbeit war. Die Besitzerin des Schnauzers übernahm nun diese Arbeit für mich, wofür ich ihr sehr dankbar war.
Nun sah ich endlich meinen Ami... welch ein schönes und liebes Tier. Die kleine Zuckermaus und ich verstanden uns sofort und ich hätte sie gern mit nach Deutschland mitgenommen.
Der Wettkampf begann und es machte mir viel Spaß, diesen tollen Hund zu bearbeiten. Im Vorfeld hatte ich mir im Internet auf der Seite der Veranstalter die Wettkampfbedingungen und das geforderte Verhalten sorgfältig durchgelesen. Zum Beispiel sollte bei der Arbeit auf dem Tisch nicht zu viel ungenutztes Werkzeug liegen, der Hund sollte nett behandelt werden, man durfte nicht mit dem Nachbar sprechen, sollte fröhlich bei der Arbeit aussehen usw.
Als ich die Vielzahl der Teilnehmer sah, malte mir nicht zu viele Chancen aus, aber mein Motto „dabei sein ist alles“ gab mir die nötige Ruhe. Nach zwei Stunden Arbeit wurden auch die Teilnehmer dieses Wettkampfes (Sporting) beurteilt und es kam zur Preisverleihung der verschiedenen Levels.
Und wer hätte es gedacht, plötzlich wurde mein Namen verkündet, ich hatte hier den 1 Platz erreicht, bekam einen schönen Pokal und ein Preisgeld.....Hurra!!!

Die anderen deutschen Groomerinnen starteten noch mit den Rassen Bichon, Kerry Blue Terrier und Pudel. Claudia erhielt in der Pudelklasse auch noch einen 3. Platz! Ein super Erfolg für unser Land! Am Ende waren wir alle sehr zufrieden und freuten uns nun auf den Abend, einem Dinner im Festsaal. Nicole, Claudia und ich durften mit unseren Siegerhunden auch noch um den Titel Best of Show und das hohe Preisgeld im Festsaal antreten. Die Preisrichter hatten nach nochmaligem Durchschauen der Hunde ihr Urteil gefällt und wir wurden alle pompös in der Festhalle gefeiert; alle mussten eine Runde durch den Saal laufen und die Hunde noch einmal auf Tischen präsentieren. Gewonnen haben dann andere Groomer, aber das störte uns wenig - das ganze erleben zu dürfen war schon sensationell!!!




Eine Reise, an die ich mich noch lange gern erinnern werde. Vor so vielen Zuschauern habe ich selten einen Hund getrimmt.
Nachsatz:
Schon im Vorfeld der Reise nahm ich zu Nicole Kontakt auf, damit sie mir einige Tipps geben konnte, was Nicole auch gern tat...dafür danke noch mal, Nicole!!! Des weiteren besuchte ich in meinem Sommerurlaub Petra Weiler in Thüringen, da auch sie schon an einer Schermeisterschaft in den USA teilgenommen hatte. In ihrem Hundesalon wurde ich sehr gastfreundlich empfangen und ich verbrachte dort ein paar nette Stunden. Auch bei ihr möchte ich mich für die vielen Ratschläge herzlichst bedanken.
Weitere Fotos der Veranstaltung, bitte anklicken:
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Internationale Schermeisterschaft
am 25.07.2004 in Liege/Belgien
"Golden Groomer 2004"
Nach meiner Teilnahme an der German Grooming Masters am 30. Mai 2004 in Wiesbaden hatte ich mich entschlossen, auch bei der Golden Groomer 2004 in Liege/Belgien mitzumachen. Das war eine gute Idee.
Bei dieser internationalen Meisterschaft konnte ich den
3. Platz
erreichen und habe mich sehr über diesen Erfolg gefreut.
Auf dem Siegerpodest.
Meine Hanja vorher...
...meine Hanja nachher und mit unserem Siegerpokal...
Leider waren die Lichtverhältnisse in der Messehalle nicht optimal.
Deshalb musste ich auf die Veröffentlichung weiterer Fotos verzichten.
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Schermeisterschaft in Wiesbaden
am
29. und 30. Mai 2004
Nach nunmehr 10,5 jähriger Tätigkeit im eigenen Hundesalon und Ausbildungsbetrieb fand ich war es an der Zeit, mich auf der Schermeisterschaft dem internationalen Richterkollektiv zu stellen. Zugeschaut hatte ich in den letzten Jahren schon öfter.
Das Ganze erforderte jedoch eine gewisse Vorbereitung. So ließ ich das Haar von zwei meiner Cockerdamen zuwachsen, um dann die geeignetere für das Schauscheren auszusuchen. Die Entscheidung fiel mir sehr schwer. Außerdem fand ich das Aussehen der beiden Hündinnen schrecklich, denn ich mag es lieber, wenn sie gut getrimmt und somit gepflegt sind. Für den Wettbewerb ist der Schwierigkeitsgrad des Trimmings mit ausschlaggebend. Darum habe ich mich letztendlich für Evi entschieden, denn sie hatte den stärkeren Haarwuchs.
Am Freitag, dem
28.05.2004, gingen wir auf die große Reise. Nach gut 9 Stunden Bahnfahrt kamen
wir endlich in Wiesbaden im Hotel an. Meine
Freundin und ehemalige Praktikantin, Marlen aus Wittingen (Lehrgang 1998), hatte
sich auch zur Meisterschaft angemeldet und war schon vor mir im Hotel
angekommen. Sie hatte sich einen Leihhund bei den Organisatoren bestellt,
den sie aber erst am nächsten Tag bekommen sollte.
Samstag früh standen Evi und ich pünktlich im großen Saal, in dem die Meisterschaft stattfand, um uns den Arbeitsplatz zuweisen zu lassen. Jetzt richtete ich mich an meinem Trimmtisch ein. Wir starteten in der Professional-Klasse (Cocker und Setter). Zeitgleich waren aber auch die anderen Schneiderassen (z.B. Bichon Frisè...) mit angetreten.
Die nachfolgenden Fotos zeigen Evi vor und nach dem Trimming.
Evi war super lieb, stand während der ganzen Zeit wie eine Eins. Alles war sehr aufregend und anstrengend. Die Hunde mussten von 9.00 Uhr bis 13.30 Uhr auf dem Trimmtisch stehen. Bevor wir alle mit dem Trimmen anfangen konnten, gingen die Richter zu jedem einzelnen Hund und sahen sich ihn genau an. Sie prüften den Schwierigkeitsgrad vor der Pflege. Alle Hunde waren gut zugewachsen und wir bekamen für das Trimming 2,5 Stunden Zeit vorgegeben.
Nach Ablauf der Zeit mussten die Hunde weiterhin auf dem Tisch präsentiert werden. Dazu habe ich von einer Bekannten aus dem Internet den wertvollen Hinweis bekommen, wie man das am besten vorbereitet. Ich legte eine rote Satindecke über den Trimmtisch, stellte die fertig getrimmte Evi darauf und wechselte meinen Arbeitskittel mit meinen Blazer aus.
Die drei Erstplatzierten wurden bekannt gegeben. Leider war ich nicht dabei. Weitere Platzierungen waren nicht vorgesehen - schade, aber bei solch einer großen Meisterschaft dabei zu sein (sich zu trauen) ist auch schon viel wert. Eine Teilnehmerurkunde für den eigenen Salon gab es schließlich auch noch. Es war auf alle Fälle eine sehr wertvolle Erfahrung und hat mir viel Spaß bereitet. Ich habe bestimmt nicht das letzte Mal an einer Meisterschaft teilgenommen.
Samstag, 29. Mai 2004 (1. Tag)
Evi und ich und alle anderen Teilnehmer warten auf den Start.
Während des Wettschneidens, Evi nimmt es gelassen.
Die Zeit ist vorbei und die Hunde werden auf Satintüchern den internationalen Richtern präsentiert.
Hier wird Evis Trimming gerade überprüft.
Geschafft!!! Wir sind glücklich.
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Am Samstagnachmittag besuchten wir ein Terrier-Trimm-Seminar.
Abends vor unserem Hotel.
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Sonntag, 30. Mai 2004 (2. Tag)
Jetzt zeigt Marlen ihr Können beim Trimmen eines Lakeland Terriers.
Emsig bei der Arbeit.
Marlens Hund wird gerichtet.
Marlen war mit großem Eifer dabei und hatte sehr viel Spaß an der Arbeit, auch wenn es zu keiner Platzierung gekommen ist. Aber dabei sein ist alles und ich habe mich sehr gefreut, dass sie mit mir gemeinsam an der Meisterschaft teilgenommen hat.
Ein Dankeschön an Katrin Maak für die vielen schönen Fotos.